Tagebuch eines Kriegsgefangenen (Karl Kasser)


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Im Jahre 1913 ging ich das letzte Mal zur Assentierung. Die vorherigen Jahre hatte ich Glück und ging frei, da ich mir mit 15 Jahren mit der Kreissäge den Daumen durchgeschnitten hatte und nicht gut verheilt war. Aber das letzte Mal ging ich doch mit Bangen zur Musterung und musste mich dann allem fügen was von einem verlangt wird bei der Stellung. Durfte nimmer dran loskommen, so genau machte man alles mit mir. Alles klappte, aber als ich eine Faust machen sollte, ging es nicht wegen dem Daumen. Der Arzt nahm meine Hand und probierte, ging aber auch nicht. Und er sagte zum anderen Arzt, ewig schade um diesen Mann. Den kann man nicht nehmen, untauglich abtreten. Da fiel mir ein Stein vom Herzen. Ich lief fort aus dem Saal in ein anderes Zimmer, wo unsere Kleidung war. Voll Freude sagte ich den anderen die noch auf ihr Los warteten, dass ich untauglich sei. Die waren erstaunt und freuten sich, wenn so ein starker Mann da rauskommt, brauchen wir uns auch nicht fürchten. Ich verließ dann das Zimmer und mischte ich dann unter die assentierten Burschen und sagte, ich bin erlöst. Die waren ganz erbost darüber. Unter Schimpfen, Spott und Freude verging der Tag , als der glücklichste meines zukünftigen Lebens. So frei und froh verging die Zeit. Wochen, Monate flogen dahin und es kam das Frühjahr 1914.PDF-Ebook

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