Kobo Aura H2O

Mit dem Kobo Aura H2O hat das kanadische Unternehmen Kobo vor zwei Jahren seinen Hut in den Ring geworfen. Der Reader ist etwas größer und schwerer als vergleichbare Geräte, kann dafür aber mit interessanten Funktionen aufwarten, die es bei Kindle und Co. Nicht gibt. Wie es der Name Kobo Aura H2O schon vermuten lässt, ist der Reader tatsächlich wasser- und staubdicht was ihn zu einem perfekten Kandidaten für den Strandurlaub macht.

Viele E-Book-Formate werden unterstützt, allerdings können Bücher aus dem Amazon Store nicht gelesen werden. Dafür gibt es im Kobo Shop eine Auswahl von über fünf Millionen Büchern. Falls auch diese nicht ausreichen kann bei einem beliebigen anderen Händler geshoppt werden. Auch eine Desktop-App für PCs und Macs ist mit von der Partie, so dass wir neben dem Reader selbst noch die Möglichkeit haben, digitale Bücher auf dem Notebook zu lesen.

Kobo Aura H2O: So funktioniert die Bedienung

Digitale Bücher werden direkt über WLAN auf den Kobo Aura H2O übertragen. Eine Option mit mobilem Internet (3G/LTE) gibt es aber nicht. Schon nach wenigen Sekunden sind die E-Books auf dem Reader und können gelesen werden.

Wer nicht direkt über den Reader Bücher kaufen und verwalten möchte, der kann sich auch die Desktop-App des Unternehmens herunterladen. Hiermit können Bücher direkt am Rechner gekauft werden. Die Übertragung auf den Kobo Aura H2O erfolgt automatisch, wenn sich dieser im gleichen WLAN-Netzwerk befindet.

Der Kobo Store bietet über fünf Millionen Bücher in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Italienisch, Portugiesisch und Japanisch. Alle Genres und bekannte Autoren sind hier vertreten. Andere Online-Shops können dabei natürlich auch genutzt werden, solange sie Bücher in den 14 unterstützten Dateiformaten anbieten. ePub ist als freies Format auch mit von der Partie. Neben ePub werden auch TXT- und PDF-Dateien unterstützt. Bei Letztgenannten braucht der Kobo Aura H2O aber seine Zeit, bis sie geladen sind – vor allem bei sehr großen Dateien.

Das Umblättern wird ganz klassisch in die jeweils gewünschte Richtung gewischt. Haptische Buttons sind nicht vorhanden. Was auch fehlt im Gegensatz zu neueren Kindle-Modellen ist die Möglichkeit, durch Antippen der Rückseite auf die nächste Seite zu gelangen. Gerade bei der einhändigen Bedienung wäre eine solche Funktion sehr sinnvoll, da hier nicht ein zweite Hand zur Hilfe genommen werden muss.

Das Gerät gibt es nur mit einem schwarzen Gehäuse, andere Farben sind nicht erhältlich Zur Individualisierung kann aber eine Schutzhülle gleich mitgekauft werden. Diese Hüllen gibt es in diverse Farben und Formen, bieten aber keinen zweiten Akku, wie es bei manchen Kindle-Modellen der Fall ist.

Was die Anpassbarkeit angeht ist TypeGenius als Funktion mit dabei. Hier können wir zwischen elf verschiedene Schriftarten in 24 Größen wählen.

Kobo Aura H2O: Design und technische Spezifikationen

Der Kobo Aura H2O verfügt über eine extra großen, blendfreien 6,8-Zoll Carta E Ink-Touchscreen. Damit ist das Gerät 0,8 Zoll größer in der Diagonale als so gut wie alle anderen Reader auf dem Markt. Die Auflösung liegt bei 1430 mal 1080 Bildpunkte, was zwar immer noch einer guten Pixeldichte von 265 Punkten pro Zoll entspricht, insgesamt aber geringer ist als bei anderen Readern.

Mit 233 Gramm Gesamtgewicht inklusive fest integriertem Akku ist der Kobo Aura H2O sicher kein explizites Leichtgewicht und wiegt mehr als ein großes Smartphone, was aber auch an den höheren Abmessungen von 179 x 129 x 9,7 mm liegt – wer einen größeren Reader haben möchte, der muss eben auch mit mehr Gewicht rechnen. In so gut wie jeder Tasche findet das Gerät aber Platz. Auch ein längeres In-der-Hand-halten ist kein Problem.

Intern stehen vier Gigabyte Speicherplatz für E-Books zur Verfügung. Damit passen etwa 3.000 digitale Bücher auf den Kobo Aura H2O. Eine Cloud-Funktion wie bei der Konkurrenz gibt es aber nicht. Auch eine Erweiterung des Speichers via microSD-Karte ist nicht möglich, es bleibt als bei 4 GB.

Der Akku kann sich sehen lassen mit einer sehr langen Laufzeit. Mehrere Wochen hält das Gerät durch,bevor es wieder an die Steckdose muss. Ein Ladevorgang dauert etwas mehr als zwei Stunden, dann kann das mitgelieferte USB-Kabel wieder verstaut werden. Einen zweiwöchigen Urlaub kann der Kobo Aura H2O ohne Problem mit einer Ladung überstehen.

Es gibt eine Beleuchtung, die von Kobo als ComfortLight beschrieben wird. Das Licht geht hierbei direkt auf die jeweilige Seite und strahlt nicht nach vorne ab. Eine automatische Anpassung an das Umgebungslicht ist aber nicht vorhanden.

Das Gerät hat eine Zertifizierung nach IP67 bekommen, das heißt er ist wasserdicht und staubdicht. Bis zu 30 Minuten kann das Gerät unter Wasser gehalten werden. Vor der erneuten Benutzung sollte er aber mit einem Tuch abgewischt werden. Auch ein solches Tuch befindet sich im Lieferumfang.

Kobo Aura H2O: Das Fazit

Der Reader von Kobo ist etwas teurer, bietet dafür aber ein größeres Display. Wer auf den Amazon Store verzichten kann und stattdessen lieber auf einen anderen Anbieter setzen möchte, der ist mit dem Kobo Aura H2O bestens bedient. Wasserdicht und staubdicht machen den Reader zu einem perfekten Begleiter für den Strandurlaub und auch der Akku hält mehrere Wochen durch.

Kobo Aura H2O
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