Narr des Neunzehnten Jahrhunderts (Heinrich Zschokke)


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Leseprobe:

Auf meiner letzten Reise im Norden unsers Vaterlandes ließ ich mich einen kleinen Umweg nicht verdrießen, um einen meiner Lieblinge aus dem goldenen Zeitalter des Lebens einmal wieder zu sehen. Man erlaube mir indessen, in der folgenden Erzählung Namen von Gegenden, Ortschaften und Personen zu verschweigen oder zu verändern. Die Geschichte bleibt darum nicht weniger wahr, wie unwahrscheinlich sie auch Vielen vorkommen mag. Jener Liebling also war der Freiherr Olivier von Flyeln, mit dem zugleich ich auf der Göttinger Hochschule den Wissenschaften obgelegen hatte. Er war damals einer der trefflichsten und zugleich einer der geistvollsten jungen Männer gewesen. Die Liebe zu den römischen und griechischen Schriftstellern hatte uns zusammengeführt und verbunden. Ich nannte ihn nur meinen Achilles, er mich seinen Patroklus. Aber er hätte in der Tat jedem Künstler zum Urbild eines Achilles dienen können. In Gestalt und edler Haltung einem jungen Halbgott ähnlich, Trotz und Güte im dunkeln Feuer seines Blicks, gelenk und gewandt wie keiner, der kühnste Schwimmer, der schnellfüßigste Renner,....

Autoreninformationen: Heinrich Zschokke

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Narr des Neunzehnten Jahrhunderts (Heinrich Zschokke)
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