Portraitfotografie – Tipps für Anfänger

Portraitfotografie macht viel Spaß, allerdings trauen sich viel Hobbyfotografen nicht an die Portraitfotografie, da viele denken, dass dieser Fachbereich nur von Profifotografen beherrschbar ist. Es gibt jedoch viele Tipps, die für viele angehende Fotografen hilfreich sind. In dem Artikel werden die Grundlagen der Portraitfotografie erfasst, damit man einen perfekten Einstieg bekommt.

Was bedeutet Portraitfotografie?

Als Portraitfotografie wird eine Art der Fotografie bezeichnet, bei der das Motiv vor allem der Mensch ist. Im Vordergrund steht die Herausarbeitung des menschlichen Charakters. Der Fotograf soll die individuelle Persönlichkeit der fotografierten Person im Bild darstellen.

Die richtige Ausrüstung für die Portraitfotografie

Es ist nicht notwendig ein teures Equipment zu haben, um ein gutes Portrait zu machen. Es entsteht häufig die Frage, ob eine richtige Ausrüstung notwendig ist. In dem Beitrag haben wir wichtige Equipments zusammengestellt, die für die Portraitfotografie benötigt werden.

Kamera

Für ein perfektes Portraitfoto ist im Prinzip jede Spiegelreflexkamera geeignet. Doch es gibt Kleinigkeiten, auf die Anfänger achten sollten. Bei einer Kamera, die für Portraitfotografie benutzt wird sollte auf eine umfangreiche Objektivauswahl geachtet werden. Es ist besser, wenn eine Kamera eine automatische Gesichtsfokussierung beinhaltet, damit das Gesicht perfekt geschärft ist.

Dabei ist eine geringe Schärfentiefe für Portraitfotografie ideal. Durch eine geringe Schärfentiefe tritt das Hauptmotiv vor einem unscharfen Hintergrund heraus. Das bedeutet, dass die Kamera einen großen Sensor haben soll.  Es gibt drei Kameraarten, die sich für  die Portraitfotografie eignen.

  • Vollformatkamera: Sie hat einen großen Sensor von 24 × 36 mm, die dadurch eine besonders geringe Schärfentiefe ermöglicht. Vollformatkameras sind sehr groß und schwer. Sie sind jedoch ein absolutes Profiwerkzeug für Portraitfotografen mit dessen Hilfe, Personen vor einem unscharfen Hintergrund ganz einfach abzulichten sind.
  • APS-C-Kamera: Sie verfügt über einen Sensor in der Größe von ca. 23 x 15 mm. Diese Kamera ist zum Beispiel in der Landschaftsfotografie oder bei Nahaufnahmen in Flora und Fauna sehr gut geeignet.
  • 4/3-Zoll-Kameras: Ihr Sensor ist nur ca. 17 × 13 mm groß. Damit sind diese Kameras zwar nicht optimal für die Porträtfotografie geeignet, allerdings schärfen  diese Kameras auch Vorder- und Hintergründe.

Objektiv

Einer der wichtigen Punkte bei der Ausrüstung ist die Objektivauswahl. Für die Portraitfotografie braucht man ein Objektiv, das eine angemessene Brennweite hat. Bei normalen Spiegelreflexkameras ist die Brennweite etwa 50 mm aufwärts. Es ist ratsam, eine Festbrennweite zu wählen, da dies qualitativ besser für Portraitfotografie geeignet ist. Für den Einstieg sind folgende Brennweiten zu empfehlen: Vollformat: 85 mm, APS-C: 50 mm, 4/3-Zoll: 42 mm.

Tipp: Für Nahaufnahmen ist es am besten, Makro-Objektive einzusetzen. Sie sind besonders gut für die Portraitfotografie geeignet.

Auf die Blende sollte auch geachtet werden. Eine Blende ist die Öffnung im Objektiv, die eine große Rolle bei der Portraitfotografie spielt. Durch die Blende fällt das Licht auf den Sensor der Kamera. Wenn die Blende klein gestellt ist, kann das Licht nur gering auf die Kamera fallen.

Faltreflektor

Das Licht ist bei der Portraitfotografie sehr wichtig. Daher ist es empfehlenswert, einen Faltreflektor für Portraitfotografie zu nutzen. Durch den Faltreflektor kann das Licht optimal für das Foto verwendet werden. Mithilfe des Lichts werden zum Beispiel die Augenringe weg geleuchtet. Es gibt fünf Reflektoren, die bei der Portraitfotografie hilfreich sind.

  • Durchsichtig: Verteilt gleichmäßig das Licht
  • Weiß:  Erzeugt ein etwas kühleres Licht.
  • Silbern: Verwendet man, wenn wenig Licht vorhanden ist.
  • Schwarz: kann man nutzen, um das Licht zu reduzieren oder um Schatten zu werfen.
  • Golden: Bietet ein warmes Licht. Ist bei Sonnenuntergängen hilfreich.

Tipps für den Einstieg in die Portraitfotografie

Ein Portrait ist kein Passfoto. Die Portraitfotografie ist vielfältig. Mit den richtigen Tipps und Tricks werden die Ausdrücke und die Atmosphäre einer Portraitfotografie richtig zur Geltung kommen. Es werden drei wichtige Tipps zusammengefasst, die den Anfängern das Fotografieren leichter machen sollen.

Perfekte Fotolocation für Portraits

Es ist klar, dass eine Person im Vordergrund steht. Doch um eine passende Atmosphäre den Bildern zu geben, muss eine passende Location gefunden werden. Alte Bahnhöfe oder Gebäude verleihen dem Foto graue einfarbige Töne. Wände mit Graffiti geben einen farbigen Hintergrund ab. Wenn eine natürliche ruhige Atmosphäre benötigt wird, bittet die Natur viele Möglichkeiten.

Es ist auch empfehlenswert, einfach Menschen auf der Straße zu fotografieren, um zu üben. Die Stadt bietet viele Möglichkeiten, mit vielen Menschen einfach in Kontakt zukommen. Es ist nicht notwendig, ein Studio zu mieten, um ein schönes Portraitfoto zu knipsen.

Freunde als Fotomodelle zum Üben

Es ist hilfreich, wenn ein Freund oder Freundin als Model dich unterstützt. Es ist immer gut mit Freunden bisschen zu üben, um eine perfekte Portraitfoto zu bekommen. Um ein gutes Portraitfoto zu bekommen, muss man sich Zeit nehmen, die Person besser kennenzulernen, um den Charakter durch das Bild zu vermitteln. Als Hilfsmittel können Gegenstände wie Schals, Hüte oder sonstige Bekleidung genutzt werden.

Die Basis der Fototechnik der Portraitfotografie

Um Portraitfotografie perfekt darzustellen, gibt es ein paar Regeln, auf die man achten soll. Portraitfotografien werden meist mit unscharfem Hintergrund dargestellt. Durch eine lange Brennweite entsteht automatisch ein unscharfer Hintergrund.

Wichtig: Mindestens ein Auge des Models soll scharf gestellt sein.

Bei der Bildbearbeitung muss aufgepasst werden, dass das Foto nicht an ihrer Natürlichkeit verliert. Es können Unreinheiten, glänzende Stellen, Tonwert korrigiert werden. Muttermale, Sommersprossen sollen nicht retuschiert werden, da dadurch das Portrait ihr Individualität bekommt.

Portraitfotos selber drucken

Es gibt viele spezielle Fotodrucker, mit denen leicht von Zuhause aus gedruckt werden kann. Um Zeit zu sparen, ist es angenehm, einen Fotodrucker zu haben. Für Fotografen ist es praktischer, selbst Fotos auszudrucken, um dadurch Fehler von Monitor oder Drucker Korrektur zu vermeiden. Daher ist es wichtig, die Einstellungen zu prüfen, bevor das Portrait ausgedruckt wird.

Fazit

Um die Fototechnik perfekt zu beherrschen, braucht man viel Zeit. Es ist ratsam viele Versuche anzustellen. Damit ein Gefühl dafür entsteht, kann mit vielen Techniken experimentiert werden. Kreativität ist bei Portraitfotografie sehr wichtig.  Hierbei kommt es nicht nur auf die richtige Fototechnik an, sondern auch die optimale Pose, Natürlichkeit und Individualität in einem Foto rüberzubringen und im richtigen Moment abzudrücken. So kann aus dem Hobby langfristig auch die Fotografie als Beruf ausgeübt werden.

Artikel bewerten