Nachtsichtferngläser – wer braucht sie und was sind ihre Vorteile?

Nachtsichtferngläser beziehungsweise Nachtsichtgeräte sind dazu da, um in der Nacht sehen zu können. Das Bild ist natürlich anders als am Tag beziehungsweise mit dem freien Auge, doch der Mehrwert ist trotzdem sehr hoch. Ihr Einsatzgebiet ist umfangreich, besonders beim Militär und bei Jägern sind sie ein Muss. Auf der Suche nach einem Nachtsicht Fernglas wird man schnell große Preisunterschiede feststellen, die sich in erster Linie bei der Qualität zeigen. Außerdem muss zwischen einem privaten und einem professionellen Einsatz unterschieden werden. Privat reicht zum Beispiel ein Gerät für 200 oder 300 Euro aus, Jäger usw. können damit nicht so viel anfangen, hier geht es dann schon in einen vierstelligen Bereich.

Wie arbeitet die Technik?

Die Nachtsichttechnik macht sich das Prinzip der Restlichtverstärkung zunutze. Das Restlicht kann unter anderem von den Sternen oder vom Mond kommen, chemische und elektronische Prozesse sorgen anschließend für die Verstärkung (die Anbringung von Infrarotstrahlern ist übrigens verboten). Zu den Bestandteilen eines Nachtsichtgeräts gehören: Objektiv, Elektronik, Photokathode und Okular.

Grundsätzlich ist ein Nachtsichtfernglas immer auf Restlicht angewiesen. Da sich die Technik aber immer verbessert und weiterentwickelt, kann sich auch die Arbeitsweise verändern.

Wie sehen die Vorteile aus?

Die Nachtsicht bietet zunächst den Vorteil eines niedrigen Akkuverbrauchs. Ein wichtiger Aspekt, wenn damit auf die Jagd gegangen wird und das Gerät viele Stunden arbeiten muss. Im Durchschnitt hält eine Batterie rund 50 Stunden durch.

Eine weitere Stärke ist das Bild an sich. Es ist echt, zeigt viele Details und es gibt auch keine Zeitverzögerung. Wenn das Ziel (wie ein Wildtier) also besonders detailreich zu sehen sein soll, dann ist ein Nachtsichtfernglas ideal. Damit sind beispielsweise auch die Hörner oder das Geweih gemeint, die mit einer Wärmebildkamera nicht zu sehen wären.

Bei einem Nachtsichtgerät wird durch eine Linse beziehungsweise durch eine Röhre und nicht auf einen Bildschirm geschaut. Klingt auf den ersten Blick nicht sonderlich spannend, allerdings müssen sich zum Beispiel Jäger aufgrund dieser Tatsache nicht einschießen.

Auch die Nachteile dürfen nicht verschwiegen werden

Die Nachtsichttechnik ist am Tag nicht nutzbar und die Einsatzfähigkeit hängt zum Teil von der Witterung ab. Außerdem ist eine Röhre immer anders und es muss in der Regel Restlicht vorhanden sein. Geht es um das Auffinden von Lebewesen, dann ist eine Wärmebildkamera besser für diese Aufgabe geeignet.

Beim Kauf auf folgende Punkte achten

Geht man von einem Gerät für den Privatgebrauch aus, dann sind die Leistung und die Qualität wichtige Punkte. Der Preis ist sicherlich ein Indiz dafür, jedoch keine Garantie. Um sich für das richtige Modell zu entscheiden, sollte sowohl auf die Beschreibung als auch auf Kundenbewertungen zurückgegriffen werden. Sie bringen in der Regel die ganze Wahrheit ans Licht, also auch die Schwächen.

Die Verarbeitung und die Materialien müssen stimmen, wenn die Nachtsichtferngläser über Jahre einen zuverlässigen Dienst verrichten sollen. Da lohnt es sich auch ein paar Euro mehr auszugeben.

Die Größe ist zumindest nicht unwichtig, denn wenn das Gerät auch auf Reisen mit soll, dann ist ein großes und schweres Modell nicht ideal.

Im professionellen Bereich spielen andere Faktoren die Hauptrollen, zum Beispiel das Sehfeld, die Bildverstärkerröhre, die Vergrößerung und das Linsensystem.

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